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Die dänische Ostseeinsel Lolland entdecken und erleben - Ausflüge, Attraktionen und Sehenswürdigkeiten

Ausflüge, Attraktionen, Sehenswürdigkeiten - Herrenhaus Fuglsang auf LollandDas Herrenhaus Fuglsang auf Lolland (Foto: © Daniel Villadsen / VisitDenmark)Wenn Sie die dänische Ostseeinsel Lolland entdecken und erleben wollen, finden Sie hier Tipps für Ausflüge, Attraktionen und Sehenswürdigkeiten in der Region Lolland-Falster. Bekannte Sehenswürdigkeit ist der Knuthenborg Safaripark in Maribo - er gehört zu den größten in Nordeuropa und bietet viele Erlebnisse für Jung und Alt. Nicht entgehen lassen sollte man sich das Monument Dodekalitten, das sich in der Nähe von Kragenæs befindet. Zu bewundern ist das Kunstwerk mit den riesigen Steinskulpturen in Kombination mit auf die Jahreszeiten abgestimmter Musik. Inmitten der Natur steht in Toreby ein preisgekröntes Kunstmuseum. In dem Fuglsang Kunstmuseum, das eines der ältesten Kunstmuseen des Landes ist, verfügt über eine herausragende Sammlung dänischer Bildkunst aus den Jahren 1780 ‑ 1980. Wechselnde Sonderausstellungen erweitern das künstlerische Angebot.

Lolland - Maribo: Knuthenborg Safaripark

Knuthenborg Safaripark - Tiere zum Greifen nah

Der Knuthenborg Safaripark liegt im Ort Maribo auf der Insel Lolland. Hier leben auf rund 600 Hektar rund 1000 Tiere in freier Natur: Weiße Wölfe, Tiger, Nashörner, Zebras, Giraffen, Kängurus, Affen und viele mehr. Besucher:innen können den Safaripark mit dem eigenen Auto, mit dem Safaribus und an den ungefährlichen Stellen auch zu Fuß erkunden.

Im Jahr 2020 startete der Knuthenborg Safaripark eine Zusammenarbeit mit der Tierschutzorganisation Dyrenes Beskyttelse. Diese hat zum Ziel, lange Zeit in Gefangenschaft lebende und dressierte Tiere  im Safaripark artgerecht unterzubringen, da sie meistens nicht einfach wieder ausgewildert werden können. Es entstand zunächst ein Elefantengehege für die ehemaligen Zirkuselefanten Djungla, Lara, Jenny und Ramboline. Im zweiten Schritt öffnete 2021 ein großer Tigerwald (dän. Tigerskov), der nach der kompletten Fertigstellung insgesamt 8 Hektar umfassen wird. Erster Bewohner ist der pensionierte Zirkustiger Keni aus Spanien. Gäste können ihn sowie die vier bereits im Park lebenden Tiger von einer 200 Meter langen Brücke aus beobachten. Bereits im vergangenen Jahr eröffnete im Knuthenborg Safaripark Europas größtes Elefantengehege für vier ehemalige Zirkuselefanten. Beide Projekte werden außerdem vom QATO-Fond unterstützt.

Seit dem Jahr 2022 informiert eine neue Dinosaurier-Ausstellung über die Evolutionsgeschichte großer Tiere bis hin zu den Gattungen, die heute durch die Savanne des 600 Hektar großen Safariparks streifen. Ein neun Meter langer und zu Lebzeiten 1,5 Tonnen schwerer Allosaurus ist Höhepunkt der Dauerausstellung. Der Raubdinosaurier mit dem Spitznamen „Big Joe“ lebte vor rund 155 Millionen Jahren und wurde 2015 im US-amerikanischen Wyoming gefunden. Der ältere Vetter des bekannteren T. Rex hatte mit seiner Gattung über 10 Millionen Jahre immer nur geringe Überlebenschancen, denn seine Jagd auf Artgenossen war für ihn oft tödlich. Besonders erwähnenswert ist, dass das Knochengerüst des Allosaurus zu 95 Prozent erhalten ist. Neben „Big Joe“ werden in der „Naturhistorischen Sammlung Knuthenborg“ zehn weitere beeindruckende Tierskelette aus der Permzeit ausgestellt, unter anderem zwei echte Skelette des rund 300 Millionen Jahre alten Raubtieres Dimetrodon. Zu sehen ist zudem ein täuschend echter Nachbau eines T. Rex.

Dinosaurierausstellung Knuthenborg Safaripark MariboBig Joe im Knuthenborg Safaripark (Foto: Knuthenborg Safaripark)

Der Knuthenborg Safaripark ist gut zu erreichen. Er liegt ca. 30 Minuten vom dänischen Fähranleger der Linie Puttgarden-Rødby entfernt. Wer mit Blick auf die Tiere übernachten möchte, kann dies in einem der Luxuszelte im Knuthenborg Camp. Eine Nacht im Luxus-Zelt inklusive Eintritt zum Park für bis zu 6 Personen ist ab 2200 DKK buchbar (circa 295,00 Euro).

Infos für Besucher:innen:

  • Wo: Knuthenborg Safaripark, Knuthenborg Allé, DK-4930 Maribo
  • Wann: Ostern - Beginn der Sommerferien im Juni 10.00 - 17.00 Uhr, Sommerferien 10.00 - 18.00 Uhr, bis zum Ende der Herbstferien 10.00 - 17.00 Uhr. Der Safaripark ist im Winter geschlossen.
  • Wieviel: je nach Saison von 159,00 bis 239,00 DKK für Erwachsene (circa 21,00 bis 32,00 Euro) sowie 99,00 bis 149,00 DKK für Kinder bis 11 Jahre (circa 13,00 bis 20,00 Euro) :: freier Eintritt für Kinder unter drei Jahren
  • Wer: Kontakt unter Fon +45 54788089 oder Email mail(at)knuthenborg.dk sowie mehr Infos auf der Homepage knuthenborg.dk/de

Lolland - Toreby: Fuglsang Kunstmuseum

Das Kunstmuseum Fuglsang auf Lolland

Ca. sechs Kilometer von Nykøbing entfernt, ganz in der Nähe des Guldborgsundes auf der kleinen Halbinsel Skejten, liegt in einem Naturschutzgebiet das Kunstmuseum Fuglsang. Der weiße lang gestreckte Flachbau, entworfen vom britischen Architekten Tony Fretton, entstand im Jahr 2008. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein sehenswerter Park mit bis zu 350 Jahre alten Bäumen. Er gehörte einmal zum Gutshof Fuglsang und ist heute für Besucher geöffnet.

Im Kunstmuseum Fuglsang werden wechselnde Ausstellungen aus der eigenen Kunstsammlung und Sonderausstellungen gezeigt, die von einem abwechslungsreichen Veranstaltungs- und Vortragsprogramm begleitet werden. Das Kunstmuseum verfügt über Café, Laden, Gestaltungs- und Unterrichtsraum sowie Vortragssaal.

Fuglsang Kunstmuseum auf LollandFuglsang Kunstmuseum - preisgekrönte Architektur (Foto: Finn Brasen)

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Fuglsang Kunstmuseum, Nystedvej 71, DK-4891 Toreby / Lolland
  • Wann: Mi - So 11.00 - 16.00 Uhr (November, Dezember, Januar bis März) :: Di - So 11.00 - 16.00 Uhr (April bis Juni) :: täglich 11.00 - 17.00 Uhr (Juli bis August) :: Di - So 11.00 - 16.00 Uhr (September und Oktober)
  • Wieviel: Erwachsene 85 DKK, Personen unter 26 Jahren Eintritt frei
  • Wer: Kontakt unter Fon +45 5478 1414 und mehr Informationen auf der Homepage www.fuglsangkunstmuseum.dk

Lolland - Nakskov: Postboot-Tour

Mit dem Postboot den Nakskov Fjord entdecken

Der Nakskov Fjord ist 17 Kilometer lang und einer der inselreichsten Fjorde Dänemarks. Nur wenige der Inseln sind bewohnt, mehrere der unbewohnten Inseln können betreten werden, einige sind jedoch Vogelschutzgebiete, wo der Zutritt nicht gestattet ist. Die ganze Vielfalt des Fjordes läßt sich von Bord des Postbootes Vesta aus erkunden. Das alte dänische Postboot aus dem Jahr 1937 fährt ab Nakskov (Hafen / Ecke Bibrostræde) in den Monaten Mai bis September. Alle Skipper des Postbootes kennen den Fjord und die Natur wie ihre Westentasche kennt. Mit der Vesta werden seit Jahren Post und Passagiere auf die kleinen Inseln des Nakskov Fjords gebracht.

Yachthafen LangöDer kleine idyllische Yachthafen Langø (Foto: Renate Lorenzen)

Auf Slotø finden wir Ruinen der Festung Engelsborg aus dem 16. Jahrhundert, die König Hans der Erste erbauen ließ. Die Festung hatte nie eine strategische Bedeutung. Im Jahr 1659 wurde sie schließlich von den Schweden niedergebrannt. Die Insel Slotø ist heute im Privatbesitz, der Zugang zur Burgruine ist gestattet.

Enehøje ist mit einer Fläche von etwa 100 Hektar die größte der Inseln im Nakskov Fjord. Einstiger Besitzer der Insel war der Polarforscher Peter Freuchen. Er ließ auf der Insel auch das Wahrzeichen errichten: Zwei Walkieferknochen bilden ein Portal, das die Besucher der Insel empfängt. Enehøje gehört heute zum Nakskov Vildtreservat

Am Eingang des Nakskov Fjords liegt die lange Nehrung Albuen mit einer kleinen Siedlung, bestehend aus Lotsenhaus, Beobachtungshaus mit Panoramblick und weiteren Häusern, die als Sommerhaus genutzt werden. Wer möchte, kann von Albuen sechs Kilometer in Richtung Festland zur nächsten Bushaltestelle (Vesternæs Strand) wandern, um von dort zum Ausgangspunkt zurückzufahren.

Albuen am Nakskov FjordDie Nehrung Albuen (Foto: Renate Lorenzen)

Buchen und informieren:

Lolland - Maribo: Stiftsmuseet

Stiftsmuseet Maribo auf Lolland-Falster

In Maribo auf den süddänischen Inseln Lolland-Falster befindet sich das Stiftsmuseet. Neben der Ausstellung LOLA! ist auch die Ausstellung OMG (Oh My God) zu sehen. Sie enthält einzigartige Kruzifixe aus dem Mittelalter und befasst sich ausführlich mit dem Kirchenbau auf Lolland-Falster sowie mit der Symbolik der mittelalterlichen christlichen imaginären Welt.

Die Ausstellung LOLA! im Stiftsmuseet von Maribo eröffnete erstmalig für Besucher*innen im Jahr 2020 und wurde gleich zum Publikumserfolg. 2021 wurde die Ausstellung mit neuen Themenkomplexen und Exponaten nach dem Corona-bedingten Lockdown wieder eröffnet. LOLA! zeigt die Steinzeit durch die Augen des Mädchens “Lola”, dessen DNA aus einem 5700 Jahre alten Kaugummi rekonstruiert wurde. Entdeckt wurde das “Steinzeit-Kaugummi“ aus Birkenpech in Rødbyhavn bei einer archäologischen Ausgrabung im Zuge der Bauvorbereitungen zum Fehmarnbelt-Tunnel. Die Ausgrabungsstätte östlich von Rødbyhavn gewährt Archäologen wichtige Einblicke in das Leben der Steinzeitmenschen in der Region. Sie ist die umfassendste Ausgrabung einer neolithischen Stätte in Dänemark. Der bislang bedeutendste Fund der Archäologen ist das “Steinzeit-Kaugummi”. Der Holzteer erlaubte es Wissenschaftlern, das DNA-Profil zu erstellen und daraus das Aussehen des Mädchens abzuleiten. Sie gewannen außerdem Erkenntnisse über ihre Gesundheit und ihre Ernährungsweise. Die Forscher tauften das blauäugige Mädchen mit dunkler Hautfarbe „Lola“. Die  Ausstellung befindet sich in ständiger Weiterentwicklung. Neue Funde aus den Ausgrabungen bei Rødbyhavn werden laufend integriert und neue Themenkomplexe aufgegriffen.

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Stiftsmuseet Maribo, Banegårdspladsen 11, DK-4930 Maribo
  • Wann: Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit. Bitte informieren Sie sich auf der Homepage.
  • Wieviel: Erwachsene 65 DKK, ermäßigt 50 DKK, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre freier Eintritt
  • Wer: Kontakt unter Fon + 45 25593458 sowie mehr Informationen auf der Homepage www.museumlollandfalster.dk/de/stiftsmuseet

 Lola im Stitsmuseet Maribo auf LollandDas rekonstruierte Steinzeitmädchen Lola (Foto: Tom Björklund)