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Usedom entdecken und erleben - Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Ausflüge

Usedom - Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Ausflüge - BäderarchitekturDie einzigartige Bäderarchitektur auf Usedom (Foto: Renate Lorenzen)Wenn Sie die Ostseeinsel Usedom jenseits vom Strandleben erleben möchten, finden Sie hier Tipps für Attraktionen, Ausflüge und Sehenswürdigkeiten. In jedem Fall gilt es die einzigartige Bäderarchitektur zu entdecken, die sich insbesondere in den prunkvollen Villen der drei Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin widerspiegelt. Kein Gebäude gleicht dem anderem – die Architektur ist geprägt von den unterschiedlichen Balkonen, Erkern, Türmchen, Balustraden, Loggien, Eingangsportalen, Freitreppen und Stuckelementen.

Von jeher zog es Künstler*innen und Musiker*innen nach Usedom. Berühmte Namen tauchen auf - Feininger, Niemeyer-Holstein, die Manns, Gorki, Strauß … Sie alle wurden von der Vielfalt, der Ruhe, der Landschaft oder dem ganz besonderen Licht auf der Ostseeinsel inspiriert und hinterließen überall ihre Spuren.

Ein Urlaub auf der Ostseeinsel Usedom bedeutet vor allem eine Reise in die Natur und Kultur, von beiden gibt es hier außergewöhnlich viel zu entdecken. Der „Naturpark Insel Usedom“ erstreckt sich auf 59000 Hektar über die Insel und zeigt sich in einer besonderen Naturvielfalt mit Wäldern, Wiesen, Feldern, Moor, Heide und Meer. Und natürlich gehören auch lange Sandstrände, mächtige Steilufer und breite Dünenlandschaften zur Insel Usedom. Kennenlernen kann man die natürliche Seite von Usedom auf geführten Wanderungen sowie Rad- oder Erlebnistouren.

Heringsdorf: Baumwipfelpfad

Baumwipfelpfad Usedom

Im Ostseebad Heringsdorf wurde am 1. Juni 2021 der Baumwipfelpfad Usedom eröffnet. Die Attraktion der Erlebnis Akademie AG führt auf einer Gesamtlänge von 1350 Metern durch die Buchen- und Kiefernbestände des Heringsdorfer Waldes. Informationstafeln entlang des Pfades bieten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, Wissenswertes über Flora und Fauna der Insel zu erfahren. Höhepunkt des Neubaus ist der 33 Meter hohe Aussichtsturm, dessen Spitze zugleich den höchsten Punkt der Insel markiert. Hier auf dem Präsidentenberg stand von 1907 bis 1946 die ehemalige Besucherattraktion „Bismarckwarte“.

Baumwipfelpfad UsedomDer Aussichtsturm des Baumwipfelpfades (Foto: © Erlebnis Akademie AG / Baumwipfelpfad Usedom)

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Baumwipfelpfad Usedom, Am Bahnhof 12, 17424 Ostseebad Heringsdorf
  • Wann: Täglich geöffnet 9.30 - 16.00 Uhr (Januar bis März und November bis Dezember) :: 9.30 bis 18.00 Uhr (April und Oktober) :: 9.30 - 19.00 Uhr (Mai bis September)
  • Wieviel: Erwachsene 12,00 Euro, ermäßigt 10,00 Euro, Kinder (6 - 14 Jahre) 9,00 Euro, Kinder unter 6 Jahre Eintritt frei
  • Wer: Kontakt unter Fon (038378) 4882-0 sowie mehr Informationen auf der Homepage www.baumwipfelpfade.de/usedom 

Trassenheide: Schmetterlingsfarm

Die Schmetterlingsfarm in Trassenheide

Eine der größten Schmetterlingsfarmen Europas befindet sich in Trassenheide auf der Insel Usedom. Die Gäste finden hier ein tropisches Paradies auf 5.000 Quadratmetern mit etwa 2.500 frei fliegenden exotischen Schmetterlingen – vom Atlasspinner bis zum Zitronenfalter. Bei tropischen Temperaturen gedeihen auf der Schmetterlingsfarm darüber hinaus Bananen, die auch geerntet werden. Über die Vitaminbombe freuen sich unter anderem die Papageien Otto und Anna. Wer schon morgens in die Farm kommt, kann in der so genannten Puppenstube erleben, wie Schmetterlinge schlüpfen. Es werden Führungen durch die Anlage angeboten, bei der Geschichten über die bunten Falter erzählt werden.

Schmetterlingsfarm Trassenheide

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Schmetterlingsfarm Trassenheide, Wiesenweg 5, 17449 Trassenheide
  • Wann: Täglich 9.30 – 18.00 Uhr (1. Februar bis 15. November)
  • Wer: Kontakt unter Fon (038371) 28218 oder Email info(at)schmetterlingsfarm.de sowie mehr Informationen auf der Homepage www.schmetterlingsfarm.de  

Peenemünde: Historisch-Technisches Museum

Historisch-Technisches Museum - Europäische Route der Industriekultur (ERIH)

Auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks in Peenemünde ist das Historisch-Technische-Museum untergebracht. Das Kraftwerk selbst ist heute das größte technische Denkmal in Mecklenburg-Vorpommern und individuell begehbar. Seit Januar 2007 ist das Museum Teil der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH).

Es setzt sich mit der Geschichte der Heeresversuchsanstalt und der Erprobungsstelle der Luftwaffe "Peenemünde-West", insbesondere der dort zwischen 1936 und 1945 entwickelten Raketen, auseinander. Unter anderem wurde die Rakete A4, bekannter als V2 (= Vergeltungswaffe 2), in Peenemünde von Werner von Braun entwickelt. Sie gilt heute sowohl als Vorläufer aller militärischen und zivilen Trägerraketen.

Historisch-Technisches Museum PeenemündeAuf dem Gelände des Historisch-Technischen-Museums in Peenemünde (Foto: TMV)

In der Ausstellung im Kraftwerk wird verdeutlicht, welch fatale und zugleich fortschrittliche Vision die Raketenbauer um Wernher von Braun angetrieben hat. Das Museum bietet zudem persönliche Führungen, verfügt über ein wissenschaftliches Archiv und einen Museumsshop. Weiterhin gibt es zahlreiche Sonderausstellungen und Veranstaltungen auf dem Museumsgelände.

Eine weitere Attraktion im Historisch-Technischen-Museum ist die Aussichtsplattform auf dem Dach des Kesselhauses. In 33 Meter Höhe befindet sich eine barrierefreie Plattform, auf der 21 Personen Platz finden. Hinauf führt ein behindertengerechter gläserner Fahrstuhl. Den Besucherinnen und Besuchern bietet sich vom Kraftwerk aus ein Blick über die Denkmallandschaft der ehemaligen Versuchsanstalten Peenemündes.

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Historisch-Technisches Museum, Im Kraftwerk, 17449 Peenemünde
  • Wann: Täglich 10.00 – 18.00 Uhr (April bis September) :: täglich 10.00 – 16.00 Uhr (Oktober) :: Di – So 10.00 – 16.00 Uhr (November bis März)
  • Wieviel: Erwachsene 9,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro
  • Wer: Kontakt unter Fon +49 (0) 38371 505 0 oder Email htm(at)peenemuende.de sowie Informationen auf der Homepage museum-peenemuende.de

Heringsdorf: Bäderarchitektur

Bäderarchitektur in Heringsdorf - Die Jugendherberge

Heringsdorf ist eines der ältesten Erholungs- und Kurorte in Deutschland. Im Jahre 1820 erhielt die ehemalige Fischerkolonie durch König Friedrich Wilhelm IV. den Namen Heringsdorf, und die Entwicklung zum Luxusbad ersten Ranges nahm seinen Lauf. 1824 folgte der Bau der ersten Badeanstalt, 1826 wurden die dazugehörigen Logierhäuser gebaut. Architektonisch meisterhafte Villen gaben und geben dem Seebad mit dem breiten Sandstrand sein unverwechselbares Gesicht. Unmittelbar in der Nähe des Usedomer Strandes finden wir die Jugendherberge, die in einer Villa im Stil der Bäderarchitektur untergebracht ist.

Das heutige Areal der Jugendherberge war einst im Privatbesitz einer jüdischen Familie, bevor es zwischen 1945-49 zum Sanatorium für die Rote Armee umgewandelt wurde. Nach dem Auszug der Sowjets nutzte die Gemeinde das Gebäude als Zentrum für Lehrlingsausbildung. Erst 1953 wurden die Bauten für die Nutzung als Jugendherberge umgebaut und von der DDR-Institution Jugendtourist bis 1989 betrieben.

Im Laufe der Jahre mauserte sich die Unterkunft für Jugendliche zu einer 4**** Jugendherberge, die heute über 167 Betten, davon 6 behindertengerecht, verfügt. Zwei bis sechs Gäste können sich in den mittlerweile komplett mit Dusche und WC ausgestatteten Zimmern gemütlich machen. Sogar ein Hochzeitszimmer kann angemietet werden. 

Porträt der Jugendherberge beim DJH: www.jugendherberge.de

Jugendherberge in HeringsdorfBäderarchitektur in Heringsdorf - Jugendherberge (Foto: Renate Lorenzen)

Küstenwald Usedom

Küstenwald Usedom – ein Refugium für Naturliebhaber*innen

Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens. (Hermann Hesse: Bäume – Betrachtungen und Gedichte)

Usedomer KüstenwaldUsedomer Küstenwald am Streckelsberg bei Koserow (Foto: Andreas Dumke)

Der Usedomer Küstenwald erstreckt sich auf der Insel Usedom mit 5000 Hektar entlang der Pommerschen Bucht, von der polnischen Grenze im Osten bis zum Peenemünder Haken (Naturschutzgebiet seit 1925) im Westen. Rund 50 Baumarten bilden einen naturnahen Mischwald mit einer hohen Artenvielfalt - Hauptbaumart ist die Kiefer (60%), gefolgt von Rotbuche (12%) und Erle (7%) sowie Eichen, Ebereschen und Ahorn. Zu finden sind außerdem 55 Hektar Feuchtbiotope, 54 Hektar Altholzinseln, 31 Hektar Waldwiesen und 2 Hektar Kleingewässer. Zum Erhalt der biologischen Vielfalt sind insgesamt 6 FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat), 1 SPA (Special Protected Area) und 4 Naturschutz-Gebiete mit 1720 Hektar Fläche unter Schutz gestellt. Eine bedeutende Rolle spielen Entsiegelung, Renaturierung und Rückbau baulicher Anlagen im Wald, z.B. Teile des Zeltplatzes Ückeritz, der vor 25 Jahren der größte Zeltplatz Europas war.

Im Usedomer Küstenwald stehen insgesamt über etwa 70 km Wanderwege, 60 km Radwege und 30 km Reitwege zur Verfügung. Hinzu kommen Kutschwege, Terrainwege der Kurkliniken und Trimm-Dich-Pfade der Seebäder, sowie 8 Waldparkplätze, 6 Campingplätze, 15 Schutzhütten, 30 Verweileinrichtungen sowie 7 Lehrpfade.

Wer Näheres über den Wald erfahren möchte, kann an einer Führung der Inselförster teilnehmen. Im Naturpark Insel Usedom werden in der Saison täglich Naturführungen durch ausgebildete Naturparkführer angeboten.

Übrigens: Im Jahr 2016 erhielt der Usedomer Küstenwald den „Titel Waldgebiet des Jahres“. Mit dieser Auszeichnung wurde das große Engagement des Forstamtes Neu-Pudagla für den Schutz, Nutzung und Pflege des Waldes geehrt.

Karnin: Lotsenturm

Der Lotsenturm von Karnin - früher ein Aussichtsturm, heute ein Hotel

Die Lotsentürme an der Ostseeküste dienten nicht – wie die Leuchttürme – als befeuertes Seezeichen für die Navigation. Die turmförmigen Lotsen-Bauwerke waren hingegen Aussichtstürme für die viel befahrenen Schifffahrtsreviere. Gut erhaltene Lotsentürme finden wir in Thiessow auf Rügen und in Karnin auf Usedom.

Der Lotsenturm Karnin war Aussichtspunkt der Lotsen für den Peenestrom, durch den die Schiffe auf ihrer Fahrt in das oder aus dem Stettiner Haff fuhren. Die Kapitäne der größeren Schiffe nahmen die Dienste der Lotsen in Anspruch, um ungefährdet das komplizierte Revier der Peene und des Peenestroms zu passieren.

Die Peene war Frachtweg für landwirtschaftliche Güter sowie Bau- und Brennstoffe, die zwischen Wolgast, Lassan, Swinemünde, Anklam, Demmin und Malchin verschifft wurden. Vor der Errichtung des neuen Lotsenturms verfügten die Lotsen über einen Gittermast, der den Ausblick über das Schifffahrtsgebiet erlaubte. 1938 wurde ein neuer Lotsenturm mit anliegenden Wohnhäusern errichtet.

In Karnin gingen die Swinemünder Lotsen, die die Schiffe von der Ostsee ins Stettiner Haff begleitet hatten, an Land. Hier gingen dann die Karniner Lotsen an Bord und führten die großen Schiffe über die Peene zum Kummerower See bis nach Malchin oder auf dem Peenestrom nach Wolgast.

Heute ist der leuchtfeuerähnliche Turm nur noch von außen ein Lotsenturm. Innen beherbergt der weiße Turm ein kleines edles Hotel für zwei Personen. Wie die Lotsen einst haben die Gäste heute einen einmaligen Blick über das Haff und das Achterwasser. Der Turm kann nur von außen besichtigt werden.

Bilder und Informationen zum Lotsenturm finden Sie auf der Internetseite www.lotsenturm-usedom.de.

Lotsenturm KarninDer Lotsenturm ist heute ein Hotel. (Foto: Lotsenturm GmbH)

Koserow: Karls Erlebnis-Dorf

Karls Erlebnis-Dorf – Freizeitpark in Koserow

In Koserow auf Usedom hat im Frühjahr 2016 eine weitere Freizeit-Attraktion von Karl geöffnet. Karls Erlebniswelten sind vielleicht einigen UrlauberInnen – vor allem den kleinen – bekannt, zum Beispiel aus Rövershagen bei Rostock, aus Zirkow auf Rügen oder aus dem Seebad Warnemünde.

Usedom2Die Traktorbahn in „Karls Erlebnis-Dorf“ in Koserow (Foto: Karls Erlebnis-Dorf)

Karls Erlebnisdorf in Koserow bietet im Außenbereich 40 Attraktionen, zu denen u.a. ein Kinderbauernhof mit Ponyreiten, eine Kartoffelsackrutsche und eine Traktorbahn gehören. Das Angebot im Innenbereich umfasst einen Indoor-Spielplatz, eine Bonbon- und Schokoladenmanufaktur, einen Gastronomiebereich sowie einen Bauernmarkt, in dem regionale Produkte erworben werden können. Abwechslung bieten auch die regelmäßigen saisonalen Veranstaltungen für große und kleine Gäste.

Neu ab 2019 Karls Erlebnis-Dorf in Koserow ist der Erdbär-Turm. Bei dem neuen Fahrgeschäft können BesucherInnen einen Rundumblick über Usedom aus einer familienfreundlichen Höhe von zehn Metern Höhe erleben.

Besucherinformationen auf einen Blick:

  • Wo: Erlebnis-Dorf Koserow, Zum Erlebnis-Dorf 1, 17459 Koserow
  • Wann: täglich geöffnet 8.00 – 19.00 Uhr
  • Wer: www.karls.de, Fon (038202) 4050, post(at)karls.de
  • Wieviel: Eintritt frei, einige Attraktionen sind jedoch kostenpflichtig

Heringsdorf: Strandkorb XXL

Strandkorb XXL – Der größte Strandkorb der Welt steht in Heringsdorf

Beliebtes Strandinventar an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern ist der Strandkorb. Im Standardmodell ist er meist als Zweisitzer anzutreffen, und in seiner Form hat er sich im Laufe der Jahrzehnte kaum verändert. Doch gibt es auch Exemplare, die sich vom Standardmodell unterscheiden und damit auch viel Aufmerksamkeit erregen. Legendär schon war der Strandkorb aus dem Jahr 2007, in dem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit sieben weiteren Staats- und Regierungschefs zum Abschluss des G8-Gipfeltreffens im Seeheilbad Heiligendamm Platz nahm.

Aber der aktuell größte Strandkorb der Welt steht auf der Insel Usedom im Ostseebad Heringsorf an der Promenade direkt an der Seebrücke. Zur Einweihung im Jahr 2014 nahmen in ihm gleichzeitig 91 Menschen Platz. Gebaut wurde die Sonderanfertigung vom Team der Korbwerk Heringsdorf GmbH, einer 1925 gegründeten Manufaktur für Strandkörbe. Das Unternehmen stellt bis heute in traditioneller Handarbeit die beliebten Sitzmöbel für den Strand her, oft auch in individueller Anfertigung - darunter u.a.  Miniaturausgaben für Puppen, Katzen oder Hunde sowie Modelle mit Sonderausstattungen wie Sitzheizung, Licht, Massagefunktion oder Musikanlage.

Usedom8Der größte Strandkorb der Welt im Ostseebad Heringsdorf (Foto: Marcel Piper)

Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung des XXL-Strandkorbes vergingen zwei Jahre. Mehr als 1000 Arbeitsstunden stecken in dem 6,40 Meter breiten, 4,15 Meter hohen und 3,33 Meter tiefen Exemplar. Verarbeitet wurden rund drei Kilometer Flechtband, ca. 3,5 Kubikmeter Holz und um die 85 Quadratmeter Stoff. Ein Statiker begleitete fachlich die Konstruktion des übergroßen Strandkorbes, der fest auf einem gegossenen Fundament steht und damit auch stärkeren Windböen standhält. Dekoration ohne Funktion sind die für Strandkörbe typischen Trageschlaufen und die Feststellbügel aus Metall für die Haube. Dank einer energiesparende LED-Innenbeleuchtung sitzt man auch abends gemütlich im Strandkorb, unmittelbar daneben befindet sich sogar ein kostenloser W-LAN Hotspot.

Übrigens: Was mit einer Idee von Korbwerk-Geschäftsführer Dirk Mund begann, entwickelte sich schnell zu einem engagierten Gemeinschaftsprojekt der Heringsdorfer Gemeinde und seinen Bürgern, der Usedom Tourismus GmbH und des Landesmarketing MV. Zahlreiche Sponsoren unterstützten das Projekt, und der Eigentümer der Seebrücke stellte die Fläche unbürokratisch zur Verfügung. Inzwischen gehört der größte Strandkorb der Welt längst zu Usedoms beliebtesten Fotomotiven, und jedes Jahr am 1. Mai wird zur großen Geburtstagsfeier eingeladen.

Koserow: Atelier Otto Niemeyer-Holstein

Atelier Otto Niemeyer-Holstein - Lüttenort in Koserow

Das Atelier widmet sich dem künstlerischen Werk des bedeutenden Malers der Ostseeküste – Otto Niemeyer-Holstein (1896 – 1984). Es zeigt wechselnde Ausstellungen und zählt zu den Anziehungspunkten der Insel Usedom. Wir finden ein Grundstück mit einer ungewöhnlichen Architektur vor. Selbst der Garten mit seinen Skulpturen ist ein Kunstwerk in sich. Durch das Zusammenspiel von Pflanzen und Skulpturen schuf Otto Niemeyer-Holstein für sein Atelier eine Umgebung mit einer einzigartigen Atmosphäre. Gewohnt hat der Künstler in einem ausrangierten S-Bahn-Wagen, der ebenso wie der Garten im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. Die Termine der Führungen können auf der Internetseite abgefragt werden.

Usedom15Einblick in das Atelier Niemeyer-Holsteins (Foto: Usedom Tourismus GmbH / Andreas Dumke)

Infos für BesucherInnen:

  • Wo: Atelier Otto Niemeyer-Holstein Lüttenort, 17459 Ostseebad Koserow
  • Wann: Öffnungszeiten wechseln - aktuelle Termine bitte auf der Internetseite erfragen
  • Wieviel: Neue Galerie und Garten - Erwachsene 4,00 Euro, Schüler & Studenten 2,00 Euro :: Eintritt Garten 1,50 Euro
  • Wer: Kontakt unter Fon (038375) 20213 und Email Atelier-onh(at)-online.de, mehr Informationen im Internet unter atelier-otto-niemeyer-holstein.de

Mellenthin: Botanischer Garten

Botanischer Garten in Mellenthin

Auf insgesamt sechs Hektar Fläche mit einem Rundweg von vier Kilometern Länge findet der Besucher 50.000 Pflanzen in 1000 verschiedenen Arten. Am Weg durch den Garten stehen zahlreiche Bänke und Pavillons, und auf halber Strecke gibt es einen Picknickplatz zum Rasten. Die botanischen Beschreibungen sind in deutscher, polnischer und lateinischer Sprache verfasst.

Die 10 Themengärten – sei es der Blumengarten, Kräutergarten, Rosengarten oder das Rhododendren-Areal – entfalten sich je nach Jahreszeit. Immer zu bewundern sind Ziersträucher und Heidekräuter sowie Teiche, Quellen und Wasserpflanzen. Vielfältig sind die Pflanzenarten: Heimische Frühblüher, wie Tulpen und Osterglocken, sind im Botanischen Garten in Mellenthin ebenso vertreten wie die „Exoten" Japanische Azalee, Irische Glockenheide oder Sibirische Schwertlilie.

Angelegt wurde der Garten vom Initiator Christian Klein und seinen Angestellten des Landgasthauses Klein. Seit Oktober 2006 arbeiteten sie zusammen an der Realisierung des Projektes. Am 1. Mai 2009 war es soweit – Usedom Botanischer Garten öffnete seine Pforten, und Usedom ist damit um eine Attraktion reicher.

Zur Besichtigung sollte der Besucher ca. zwei bis drei Stunden Zeit mitbringen. Der Zutritt zum Botanischem Garten ist für Gäste des Landgasthauses Klein kostenfrei. Hunde sind leider nicht erlaubt.

Botanischer Garten Usedom in MellenthinIdyllische Plätze im Botanischen Garten (Foto: Christian Klein)

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Usedoms Botanischer Garten, Chausseeberg 1, 17429 Mellenthin
  • Wann: täglich 10.00 - 20.00 Uhr (1. Mai bis 31. Oktober)
  • Wer: Kontakt unter Fon (038379) 20246 oder Email info(at)landgasthaus-klein.de sowie Informationen auf der Homepage landgasthaus-klein.de/usedoms-botanischer-garten

Bansin: Hans-Werner-Richter-Haus

Hans-Werner-Richter-Haus - eine Widmung an den Schriftsteller

In dem ehemaligen Bansiner Feuerwehrhaus ist seit dem Jahr 2000 ein kleines Literaturhaus mit Bibliothek und Ausstellungsräumen untergebracht. Es ist dem bekannten Schriftsteller Hans Werner Richter gewidmet. Richter wurde am 12. November 1908 in Neu-Sallenthin geboren. In vielen seiner Romane, wie „Spuren im Sand", "Bansiner Geschichten" oder "Die Stunde der falschen Triumphe" schildert Hans Werner Richter das Leben einfacher Leute in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts auf der Insel Usedom.

Seine Frau Toni Richter hat nach seinem Tod 1993 Teile des privaten Nachlasses der Gemeinde Bansin vermacht. So sind das Arbeitszimmer und die Bibliothek Hans Werner Richters im Haus zu sehen. Weitere Ausstellungsstücke erinnern an ihn als den Initiator und Leiter der Literaturvereinigung "Gruppe 47".

Während der Saison finden Lesungen im „Günter-Grass-Zimmer" statt, in dem Original-Grafiken von Günter Grass ausgestellt sind. Termine bitte erfragen.

Außenansicht Hans Werner Richter Haus in BansinDas Hans-Werner-Richter-Haus im ehemaligen Feuerwehrhaus in Banisn. (Foto: Hans-Werner-Richter-Haus)

Infos für Besucher*innen: 

  • Wo: Hans-Werner-Richter-Haus, Waldstrass 1, 17429 Bansin
  • Wann: Di – So, 10.00 – 12.00 und 14.00 – 18.00 Uhr (Mai bis September) :: Di – So, 12.00 – 16.00 Uhr (Oktober bis April)
  • Wer: Kontakt unter Fon (038378) 47801 oder Email hwr-haus(at)drei-kaiserbaeder.de

Heringsdorf: Villa Irmgard

Einstiges Künstlerdomizil Museum Villa Irmgard in Heringsdorf

Im Seebad Heringsdorf befindet sich die Villa Irmgard, die heute ein Museum beherbergt. Einst war die Jugendstilvilla Künstlerdomizil, unter anderem für Gorki, Tolstoi oder den Opernsänger Fjodor Schaljapin. Villa Irmgard wurde um 1900 erbaut, 1906 erwarb der Berliner Rechtsanwalt Dr. Friedrich Becher das Haus. Nach seinem Tod wurde es als Pension geführt, bevor es 1948 als Gorki-Museum eingeweiht wurde.

Das Museum zeigt die Wohn- und Arbeitsräume von Maxim Gorki, der 1922 in Heringsdorf zu einem längeren Kuraufenthalt weilte. Weiterhin erfahren wir viel Wissenwertes aus der Geschichte des Seebades. Daneben finden in der Villa auf zwei Etagen wechselnde Ausstellungen, Lesungen, Theateraufführungen und Konzerte statt.

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Museum Villa Irmgard, Maxim-Gorki-Straße 13, 17424 Seebad Heringsdorf
  • Wann: Di – So, 12.00 – 16.00 Uhr (November – April) :: Di – So, 12.00 – 18.00 Uhr (Mai – Oktober)
  • Wer: Kontakt unter Fon +49 (0) 38378 - 22361

Museum Villa Irmgard HeringsdorfVilla Irmgard in Maxim-Gorki-Straße in Heringsdorf (Foto: Renate Lorenzen)

Zinnowitz:Tauchgondel

Mit der Tauchgondel in die Unterwasserwelt der Ostsee abtauchen

Eine Tauchgondel bringt Ostseeurlauber*innen knapp vier Meter in die Ostsee hinunter. Sie befindet sich auf einem Stahlpfeiler und bietet ca. 25 Personen Platz. Hinter dicken Sicherheitsglasscheiben können Besucher das Tier- und Pflanzleben unter der Meeresoberfläche kennenlernen. Bei guten Sichtverhältnissen, was abhängig von Strömung, Wetterverhältnissen und Jahreszeit ist, reicht die Sicht bis zu vier Meter weit. Während der Tauchfahrt erklären Begleitpersonen, was aktuell im Wasser zu sehen ist. Dazu gibt es faszinierende 3D-Filme über den Lebensraum Ostsee sowie andere Meere.

Tauchgondel in ZinnowitzDie Tauchgondel senkt sich herab. (Foto: Renate Lorenzen)

Infos für Besucher*innen: 

  • Wo: Tauchgondel Zinnowitz, An der Strandpromenade, 17454 Zinnowitz
  • Wann: Täglich 10.00 - 19.00 Uhr (April, Mai, September und Oktober) :: täglich 10.00 - 21.00 Uhr (Juni bis August) :: täglich 11.00 - 16.00 Uhr (November bis März, außerhalb der Ferien Mo und Di Ruhetag)
  • Wieviel: Erwachsene 8,50 Euro, Kinder (5 - 15 Jahre) 5,50 Euro
  • Wer: Kontakt unter Fon +49 38377 37861 oder Email zinnowitz(at)tauchgondel.de sowie Informationen auf der Homepage www.tauchgondel.de

Ückeritz: Forstamt Neu Pudagla

Gesteinsgarten und Waldkabinett im Forstamt Neu Pudagla

Auf dem Gelände des Forstamtes Neu Pudagla bei Ückeritz finden Sie den Gesteinsgarten und das Waldkabinett. Direkt von der Bäderstraße (B 111) führt eine Allee mit 150 Jahre alten Bäumen und Kopfsteinpflaster zum Forsthaus.

Im Jahre 1999 wurde hier der Gesteinsgarten mit 140 verschiedenen Steinen angelegt. Die Äcker und Strände Usedoms sind geprägt von Findlingen, und so finden wir hier auf kleinem Raum eine Übersicht über die Steine der Insel. Der größte Stein wiegt um die 8,5 Tonnen, der kleinste 15 kg. Der älteste Stein der bedeutenden Gesteinssammlung ist zwei Milliarden Jahre alt. Der Gesteinsgarten ist eine historische Reise durch Raum und Zeit. Wir erfahren viel über die unterschiedliche Herkunft der Steine, die anhand ihrer Oberflächenstruktur zu ermitteln ist. Der Gesteinsgarten entstand in Kooperation des Instituts für Geographie und Geologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und dem Forstamt Neu Pudagla. 2003 war er Außenstandort der IGA Rostock (Internationale Gartenbauausstellung). Direkt am „Usedomer Gesteinsgarten“ beginnt der Waldlehrpfad. Er ist etwa 2,5 km lang und informiert auf zahlreichen Schautafeln über den Wald und seine Bedeutung als Rohstofflieferant, als Quelle der Erholung sowie für den Klima- und Biotopschutz.

Das Waldkabinett zeigt Interessantes aus Flora und Fauna. Zu sehen sind die Fossiliensammlung „400 Millionen Jahre Wald", eine Pilzausstellung, eine Ausstellung über heimische Hölzer und ein dendrologisches Kalendarium. Ein ganz besonderer Höhepunkt des Waldkabinetts sind die Fledermäuse, die in Neu Pudagla überwintern, aber auch im Sommer zu bewundern sind. 

Infos für Besucher*innen: 

  • Wo: Forstamt Neu Pudagla, 17459 Seebad Ückeritz
  • Wann: Gesteinsgarten und Wahldlehrpfad ganzjährig und rund um die Uhr, Waldkabinett täglich 7.30 - 18.00 Uhr
  • Wieviel: Eintritt frei
  • Wer: Kontakt unter Fon (038375) 20460 oder Email neupudagla(at)lfoa-mv.de sowie mehr Informationen auf der Homepage www.wald-mv.de/Forstaemter/Neu-Pudagla

Tipp: Ganz in der Nähe befindet sich der Kletterwald Usedom. Und auch zum idyllischen Hafen Stagnieß ist es nicht weit. Interessante Wanderwege und Lehrpfade führen durch das gesamte Gebiet um das Forstamt.

Buchtipps für Usedom - Romane, Krimis, Reiseführer: