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Tipps 2020 für das Stadt- und Schifffahrtsmuseum Kiel - Ausstellung, Veranstaltung und Führung

Stadt- und Schifffahrtsmuseum Kiel - Ausstellung, Führung, VeranstaltungDas Schifffahrtsmuseum in der Fischhalle (Foto: ©Landeshauptstadt Kiel / Martina Hansen)Das Stadt- und Schifffahrtsmuseum Kiel beschäftigt sich an vier Ausstellungsorten mit der Geschichte und dem Werdegang der Stadt an der Kieler Förde. Im Stadtmuseum Warleberger Hof in der Dänischen Straße werden Kunst, Kultur und Geschichte der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert mit wechselnden Sonderausstellungen mit Objekten aus der großen Museumssammlung beleuchtet. Im Schifffahrtsmuseum Fischhalle (Wall 65) in einer ehemaligen Fischauktionshalle wird Kiels Geschichte als Hafenstadt, als Marine- und Werftenstandort sowie als Ort des Segelsports präsentiert. An der Seegarten-Brücke gleich neben der Fischhalle können drei historische Schiffe in Ergänzung zur  Ausstellung des Schifffahrtsmuseums besichtigt werden. Hierbei handelt es sich um den Tonnenleger „Bussard“, das Feuerlöschboot „Kiel“ und das Seenotrettungsboot „Hindenburg“. Im Museumsdepot Wissenschaftspark (Kunhnkestrasse 6) auf dem Unicampus lagern die vielen Objekte aus der Sammlung des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseums. Regelmäßig kann die bedeutende Sammlung zu Tagen der offenen Tür besichtigt werden. Detaillierte Informationen finden Sie zudem unter diesem Link: Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum.

Tipp: Am 15. April beginnt die Saison auf der Museumsbrücke eröffnet. Bis Mitte Oktober können dann die drei Museumsschiffe Tonnenleger „Bussard“, Seenotrettungsboot „Hindenburg“ und Feuerlöschboot „Kiel“ besichtigt werden. Auf dem 113 Jahre alten Dampfer „Bussard“ sind zudem Gästefahrten möglich. Hier gibt es weitere Infos.

Führung: In Kooperation mit dem Museumscafé „Der alte Mann“ findet immer am zweiten Donnerstag im Monat eine besondere Themenführung mit anschließendem Fischimbiss statt. Die Rundgänge unter dem Motto „Matjes, Bier & Meuterei“ starten immer um 17.00 Uhr. Anmeldungen sind unter Telefon (04131) 901-3428 möglich.

Die Kieler Holstenbrücke. Die Geschichte eines innerstädtischen Areals im Spannungsfeld der Stadtgestaltung von den Anfängen bis heute

Im Erdgeschoss des Stadtmuseums Warleberger Hof läuft noch bis zum 13. September 2020 die Ausstellung „Die Kieler Holstenbrücke“. Die Präsentation mit zahlreichen historischen Fotos, Plänen und Gemälden befasst sich mit dem Wandel des Innenstadtquartiers, wo derzeit der Kleine Kiel-Kanal im Bau ist.

Neben der Gesamtentwicklung des Areals rund um die Holstenbrücke beschäftigt sich die Ausstellung auch mit einzelnen Bauten und deren Geschichte, etwa Banken und Geschäfte, die als Kieler Traditionshäuser bekannt sind. Ende des 20. Jahrhunderts wandelten sich Bedürfnisse und Anforderungen an die Innenstadt, was letztendlich in die Planungen zum Kleinen Kiel-Kanal mündete. Die an dieses Projekt geknüpften städtebaulichen Zielsetzungen sowie die bautechnischen Herausforderungen bilden den inhaltlichen Abschluss der Ausstellung.

„Luftkrieg und ,Heimatfront‘ – Kriegserleben in der NS-Gesellschaft in Kiel 1939-1945“

Im Obergeschoss des Warleberger Hofes wird vom 9. Februar - 8. Juni die Ausstellung „Luftkrieg und ,Heimatfront‘ – Kriegserleben in der NS-Gesellschaft in Kiel 1939 – 1945“ gezeigt. 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs widmen sich das Kieler Stadtmuseum und das Stadtarchiv in einem umfangreichen Ausstellungs- und Buchprojekt sowie zahlreichen Veranstaltungen der Geschichte von Bombenkrieg und Stadtzerstörung.

Die Sonderausstellung präsentiert zahlreiche historische Fotos vom Alltagsleben in Trümmern und von der verwüsteten Stadt sowie Dokumente, Plakate, Gemälde und Alltagsgegenstände aus der Kriegszeit – darunter einen transportablen Kleinstbunker vor der Tür des Museums. So zeichnet die Ausstellung nach, wie die Bombardements und zunehmende Vernichtung von Wohnraum, Infrastruktur, Kulturgut und Wirtschaftsbetrieben den Alltag und das städtische Gemeinwesen veränderten und wie die Menschen ihr Leben unter Angst und Entbehrungen organisierten.

Die Ausstellung befasst sich auch mit der Frage, welchen Platz der Luftkrieg in der städtischen Erinnerungskultur einnimmt und wie seiner Opfer angesichts der beispiellosen NS-Verbrechen gedacht werden soll. Es erscheint ein Begleitbuch mit Texten von elf wissenschaftlichen Autoren und Autorinnen.

Die 1970er Jahre – Zeit der Ernüchterung

Vom 19. Juni - 22. November widmet das Museum sich der jüngeren Stadtgeschichte und zeigt die Ausstellung „Die 1970er Jahre – Zeit der Ernüchterung“ im Obergeschoss des Warleberger Hofes.

Viele wirtschaftliche und gesellschaftliche Trends, die in den 1970er Jahren entstanden, spielen gegenwärtig eine wichtige Rolle. Das reicht von der Umweltschutzbewegung – damals eine Reaktion auf die „Grenzen des Wachstums“ und auf das Phänomen „Saurer Regen“ – und Bürgerbewegungen für mehr soziale Gerechtigkeit über das Erstarken des Dienstleistungssektors in der Wirtschaft und das Ende der Vollbeschäftigung bis zu wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Liberalisierung: freierer Markt, freiere Lebensformen, moderne Technologie. Deutlich erkennbar sind neue, große Zukunftsängste: Der Nachkriegsboom war zu Ende, die erste Rezession setzte ein. Es kam zu politischen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rückschlägen („Deutscher Herbst“, „Ölkrise“).

Vielfältig ist die Exponatauswahl: Kleidung, Modeartikel und Einrichtungsgegenstände, Plakate, Fotos und Dokumente etwa aus der Flugblattsammlung des Stadtarchivs oder Gemälde, die die künstlerische Auseinandersetzung mit der Epoche dokumentieren.

Die Ausstellung richtet sich an ältere und jüngere Gäste und möchte sowohl Erinnerung (und entsprechenden Austausch darüber) als auch historische Differenzerfahrung (Staunen) ermöglichen. Damit regt sie zum Nachdenken über zentrale Themen der Gegenwart an. Eine ausstellungsbegleitende Informationsbroschüre soll die wichtigsten Informationen zusammenfassen.

Kieler Fotografendynastie Renard

Vom 27. September 2020 - 11. April 2021 wird die Sonderausstellung zur „Kieler Fotografendynastie Renard“. Es handelt sich um das heute älteste noch betriebene Fotogeschäft der Welt, das 1847 – nur wenige Jahre nach der Erfindung der Fotografie – von Gregorius Renard in Kiel gegründet wurde und bis 2008 in Händen der Familie Renard war. Das Stadt- und Schifffahrtsmuseum konnte mit Hilfe seines Förderkreises einen Vorlass aus der Familie Renard an historischen Dokumenten, Bildern und vor allem eine umfangreiche Sammlung an Kameras und fotografischem Gerät erwerben.

In diesen gut 160 Jahren und fünf Fotografengenerationen entstanden viele tausend Bilder: Stadtansichten von Kiel, Marinefotos, Porträts oder Ereignisfotos, die nun in einer Auswahl von etwa 200 Bildern im Warleberger Hof präsentiert werden sollen. Sie spiegeln die wichtigsten Epochen der jüngeren Stadtgeschichte wider – darunter auch Ereignisse von internationaler Bedeutung wie Kaiserbesuche, Revolution oder olympische Wettbewerbe. Besonders faszinierend sind die seltenen Daguerreotypien der 1850er Jahre, die als Vorläufer der Fotografie gelten.

Impressionisten an der Kieler Förde (Arbeitstitel)

Unter dem Arbeitstitel „Impressionisten an der Kieler Förde“ wird vom 13. Dezember 2020 - 11. April 2021 im Obergeschoss des Warleberger Hofes eine Ausstellung gezeigt, die sich schwerpunktmäßig mit der impressionistischen Malerei in und um Kiel befasst.

Die landschaftlich schöne Lage am Wasser lockte um 1900 etliche nicht nur hiesige Freilichtmaler an die Förde, die oftmals in Paris oder anderen führenden Kunsthochschulen die impressionistische Kunstauffassung kennen gelernt hatten. Dazu zählten Hans Olde, Georg Burmester, Fritz Stoltenberg (beide betreiben in Kiel eine Malschule), Carl Arp oder Friedrich Missfeldt, Julius Fürst und Ernst Eitner sowie ihre Gäste, Schülerinnen und Schüler. Sie alle hinterließen Bilder mit faszinierendem Licht- und Farbspiel, die sie direkt in der Natur malten.

Ihre Motive waren vor allem Landschaften an der Förde – der Strand ebenso wie die ländliche Umgebung vor allem in der Probstei – sowie einige Stadtansichten Kiels. Neben dem Eigenbestand aus der Museumssammlung will sich das Stadtmuseum auch um Leihgaben bemühen.

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