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Sankt Anna Schären
Im Schärengarten von Östergötland
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Eckernförde
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Mit dem Boot durch Schweden
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Schären bei Västervik
Mit dem Boot durch idyllische Landschaften
Grenaa
Hafenstadt am Kattegat auf der dänischen Halbinsel Djursland

Tipps 2019 für das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum - Ausstellung, Veranstaltung und Führung

Stadt- und Schifffahrtsmuseum KielDas Schifffahrtsmuseum in der Fischhalle (Foto: ©Landeshauptstadt Kiel / Martina Hansen)Das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum beschäftigt sich an vier Ausstellungsorten mit der Geschichte und dem Werdegang der Stadt an der Kieler Förde. Im Stadtmuseum Warleberger Hof in der Dänischen Straße werden Kunst, Kultur und Geschichte der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert mit wechselnden Sonderausstellungen mit Objekten aus der großen Museumssammlung beleuchtet. Im Schifffahrtsmuseum Fischhalle (Wall 65) in einer ehemaligen Fischauktionshalle wird Kiels Geschichte als Hafenstadt, als Marine- und Werftenstandort sowie als Ort des Segelsports präsentiert. An der Seegarten-Brücke gleich neben der Fischhalle können drei historische Schiffe in Ergänzung zur  Ausstellung des Schifffahrtsmuseums besichtigt werden. Hierbei handelt es sich um den Tonnenleger „Bussard“, das Feuerlöschboot „Kiel“ und das Seenotrettungsboot „Hindenburg“. Im Museumsdepot Wissenschaftspark (Kunhnkestrasse 6) auf dem Unicampus lagern die vielen Objekte aus der Sammlung des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseums. Regelmäßig kann die bedeutende Sammlung zu Tagen der offenen Tür besichtigt werden. Detaillierte Informationen finden Sie zudem unter diesem Link: Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum.

Tipp: Am 15. April beginnt die Saison auf der Museumsbrücke eröffnet. Bis Mitte Oktober können dann die drei Museumsschiffe Tonnenleger „Bussard“, Seenotrettungsboot „Hindenburg“ und Feuerlöschboot „Kiel“ besichtigt werden. Auf dem 113 Jahre alten Dampfer „Bussard“ sind zudem Gästefahrten möglich. Hier gibt es weitere Infos.

Führung: In Kooperation mit dem Museumscafé „Der alte Mann“ findet immer am zweiten Donnerstag im Monat eine besondere Themenführung mit anschließendem Fischimbiss statt. Die Rundgänge unter dem Motto „Matjes, Bier & Meuterei“ starten immer um 17.00 Uhr. Anmeldungen sind unter Telefon (04131) 901-3428 möglich.

100 Jahre Kieler Matrosenaufstand - Ausstellungsverlängerung

2018 jährte sich der Kieler Matrosenaufstand zum einhundertsten Mal. Aufgrund des großen Erfolges mit bislang über 45.000 Besucherinnen und Besuchern wird die Sonderausstellung „Die Stunde der Matrosen. Kiel und die deutsche Revolution 1918“ im Schifffahrtsmuseum, Wall 65, bis zum 6. Oktober 2019 verlängert. 

Der Kieler Matrosenaufstand gilt als ein Schlüsselereignis der deutschen Geschichte und als Meilenstein auf dem Weg zur Demokratie. Meuterei in Wilhelmshaven, Aufstand in Kiel und Revolution im Deutschen Reich – im Herbst 1918 schlug die Stunde der Matrosen. Die revolutionäre Bewegung erfasste von der Küste ausgehend in wenigen Tagen das ganze Reich. Am 9. November 1918 musste der Kaiser abdanken und in Berlin wurde die Republik ausgerufen. Zwei Tage später wurde ein Waffenstillstand geschlossen und der Erste Weltkrieg beendet. Die Ausstellung rekonstruiert anhand von rund 400 Exponaten die historischen Ereignisse einschließlich ihrer komplexen Vorgeschichte im Ersten Weltkrieg und ihrer direkten Folgen bis in die 1920er Jahre hinein. Sie beleuchtet aber auch die Rezeptionsgeschichte bis in die Gegenwart.

Bis zum Ende der Laufzeit werden neben den Sonntagsführungen um 14.30 Uhr künftig sonnabends um 14.30 Uhr zusätzliche Führungen unter fachkundiger Leitung angeboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Kosten betragen 1,00 Euro pro Person. Auch Gruppenführungen sind möglich.

Doku-Tipp: Zur Ausstellung haben NDR und ARTE das Doku-Drama „1918 Aufstand der Matrosen“ gedreht, das den Publikumspreis des CineMare-Festivals in Kiel gewonnen hat. Der Film von Jens Becker erzählt die Geschichte des Kieler Matrosenaufstands am Ende des Ersten Weltkriegs - die Initialzündung für die revolutionäre Bewegung, die im November 1918 das Deutsche Reich ergriff und zum Sturz der Monarchie sowie zum Ende des Ersten Weltkriegs führte. Weitere Infos hier

Im Zentrum des Films stehen der Matrose Karl Artelt (Lucas Prisor), seine Verlobte Helene Hartung (Henriette Confurius) sowie deren Bruder August (Alexander Finkenwirth). Karl stellt sich an die Spitze der aufständischen Matrosen. Helene teilt seine Ansichten, doch ihr Bruder August lehnt revolutionäre Gewalt als Mittel zur Veränderung der Gesellschaft ab. Parallel dazu werden die Konflikte des neuen Gouverneurs von Kiel, Admiral Wilhelm Souchon (Ernst Stötzner), aufgezeigt. Er will die Krise in Verhandlungen lösen und holt dafür den SPD-Reichstagsabgeordneten Gustav Noske (Rainer Reiners) nach Kiel. Der Film verwebt die Spielhandlung mit historischem Bildmaterial sowie Berichten von Zeitzeugen. Im Interview reflektieren die Politiker Björn Engholm und Sahra Wagenknecht sowie Flottillenadmiral Kay-Achim Schönbach die Bedeutung der Ereignisse für den Beginn der deutschen Demokratie.

Kiel kocht. Lebensmittelversorgung, Ernährung und Esskultur im 19. und 20. Jahrhundert

Im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum im Warleberger Hof ist vom vom 25. November 2018 - 9. Juni 2019 die Sonderausstellung „Kiel kocht. Lebensmittelversorgung, Ernährung und Esskultur im 19. und 20. Jahrhundert“ zu sehen. Auf drei Etagen werden mehr als 400 historische Objekte aus der eigenen Museumssammlung präsentiert. Sie geben Einblicke in die lokale Esskultur der letzten 200 Jahre. Zur Ausstellung erscheint eine gleichnamige Publikation.

Zu den über 400 ausgestellten Exponaten zählen historische Küchenutensilien, Herde und Mobiliar. Auch Kochbücher, Werbeplakate sowie Produktverpackungen werden präsentiert. Ausgestellt werden ebenfalls 140 Reproduktionen historischer Fotos mit stadtgeschichtlichen Motiven aus dem Bestand des Stadtarchivs.

Neben der Ernährungswirtschaft spielen auch volkswirtschaftliche und politische Gesichtspunkte in der Küchengeschichte eine Rolle. Dies gilt besonders in Zeiten von Krieg und Krisen, in denen die Versorgung der Bevölkerung – auch in Hinblick auf eine politische Stabilisierung – von staatlicher Seite gesichert sein sollten. Doch Ernährung ist auch ein Zeichen kultureller Identität. Sie wird daher von entsprechenden Konventionen und den ihnen zugrundeliegenden Wertgefügen geprägt. So befassen sich die Ausstellung und der Katalog auch mit Tischsitten als Ausdruck sozialer und kultureller Zugehörigkeit.  Im 20. Jahrhundert ist vor allem der massive Einfluss von Werbung bewusstseinsbildend und prägt das Ernährungsverhalten weit mehr als andere kulturelle Einflüsse. In der Ausstellung sind vielfältige historische Plakate zu sehen. In einer Großstadt wie Kiel steht die Entwicklung von Produktion, Vertrieb und Konsum industrieller Lebensmittel im Mittelpunkt. Es ist die Geschichte von der zunehmend zentralen Versorgung der urbanen Gesellschaft. Kiel als seinerzeit extrem schnell wachsende Stadt ist ein Beispiel dafür, wie sich Lebensmittelversorgung und Ernährung unter verschiedenen äußeren Einflüssen in den letzten 200 Jahren verändert haben bis hin zu einer global organisierten Ernährungswirtschaft.

Autoplakate im Spiegel der Zeit

Vom 14. April bis 15. September 2019 ist die Sonderausstellung „Weil er zu mir passt! Autoplakate im Spiegel der Zeit“ im Obergeschoss des Warleberger Hofes zu sehen. Gezeigt wird eine Auswahl von rund 90 Werbe- und Kampagnenplakaten rund um das Automobil aus dem umfangreichen Bestand des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum. Ein lokales Fenster der Ausstellung beleuchtet anhand historischer Fotografien den örtlichen Autohandel und die Chancen und Probleme der Kieler Verkehrsentwicklung. So richten sich die Ausstellung und die begleitende Publikation von Julian Freche nicht nur an Oldtimerfreunde, sondern an alle stadt- und kulturgeschichtlich Interessierten.

Sportlich, schnell, luxuriös, elegant, solide oder zweckmäßig: Die Autoindustrie kreiert für jeden Autofahrer und jede Zielgruppe die passenden Autos. Mit Hilfe von ausgefeilten Imagekampagnen und Marketing sollte der richtige Kunde angesprochen werden. Hierzu dienten auch Plakate, die dem heutigen Betrachter zugleich die Augen für das zeitgenössische Grafikdesign öffnen. Autos, und insbesondere Pkw für den privaten Kunden, sind teure Produkte, deren Konsum nur mit hohem Werbeaufwand durchgesetzt werden konnte. Die massiven Kampagnen haben sich bis heute im kollektiven Gedächtnis festgesetzt und begegnen uns nun in den historischen Plakaten wieder. Die abgebildeten Modelle zählen teilweise zu den wichtigsten Meilensteinen der Automobilgeschichte, wie der Käfer oder der Golf von Volkswagen oder auch die legendäre DS von Citroën. Es geht dabei auch um die Einflüsse von Zeitgeist und Verkehrs- und Umweltpolitik (vom Wirtschaftswunder bis zur Ölkrise) auf die Plakatwerbung ebenso wie um Auto-kritische Kampagnen.

Sommer an der Förde

Traditionell am Freitag vor der Festwoche (21. Juni 2019) eröffnet der Warleberger Hof seine Kieler-Woche-Ausstellung, diesmal unter dem Titel „Sommer an der Förde. Stadtansichten und Landschaftsmalerei rund um Kiel aus dem 19. und 20. Jahrhundert“. Rund 80 Gemälde sowie zusätzliche Grafiken aus dem umfangreichen Sammlungsbestand des Museums – darunter auch etliche Neuerwerbungen oder bisher nie präsentierte Bilder – zeigen Stadt und Landschaft in sommerlicher Atmosphäre. Das flirrende Licht über dem Wasser, leuchtend weiße Boote, schattige Uferzonen, Häuser unter hohen Bäumen oder Straßenzüge im grellen Sonnenschein aber auch graue Kieler Sommertage sind die Bildmotive der frühen Freilichtmalerei, vertreten durch Georg Burmester, Fritz Stoltenberg, Ernst Eitner und Friedrich Missfeldt, gefolgt von Hermann Wehrmann und später den Norddeutschen Realisten. Aber auch expressionistische Ansätze von Friedrich Gottsch und die Neue Realistische Malerei von Harald Duwe und Gretel Riemann sind vertreten. Die Bildauswahl des Museums lässt vor allem die freundliche Seite der Stadt leuchten – ein Augenschmaus, der zugleich die hohe künstlerische Qualität regionaler Malerei dokumentiert.

Aufbruch - Neue Bildungs- und Sozialpolitik vor 100 Jahren

„Aufbruch! Neue bildungs- und sozialpolitische Ansätze zu Beginn der Weimarer Republik in Kiel“ heißt die Sonderausstellung im Obergeschoss des Warleberger Hofes, die ab 29. September 2019 zu sehen ist. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Kieler Volkshochschule und der städtischen Kindertageseinrichtungen in den Jahren 2019 und 2020 wirft sie den Blick zurück in die Gründungszeit dieser Einrichtungen kurz nach dem Kieler Matrosenaufstand und der Novemberrevolution.

40 Jahre Kieler Frauennotruf - Noch immer – immer noch

Aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens erhält der Frauennotruf vom Museum die Gelegenheit, vom 3. - 24. November 2019 die Ausstellungsetage im Erdgeschoss des Warleberger Hofes zu nutzen und dort die Ausstellung „Noch immer – immer noch“ der Bremer Künstlerin Renate Bühn zu präsentieren. Sie befasst sich auf künstlerische Weise mit dem Thema sexueller Gewalt gegen Frauen und insbesondere Kinder, das auch nach 40 Jahren der Opferhilfe und Präventionsarbeit von Notrufinitiativen nicht nur in Kiel noch immer zum Alltag unserer Gesellschaft gehört und dennoch verdrängt oder totgeschwiegen wird. Gerade wegen der unveränderten Relevanz des Themas sucht Renate Bühn ihren künstlerischen Ausdruck in Installationen und Texten, die bisweilen drastisch und verstörend wirken. Die Ausstellung regt zu Diskussionen und Ermächtigung ein und schlägt den Bogen zur ersten Veranstaltungsreihe des Kieler Frauennotrufs vor 40 Jahren unter dem Titel „Wut macht Mut“.

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