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Rostock-Warnemünde entdecken und erleben - Attraktionen und Sehenswürdigkeiten

Rostock ist eine Stadt, die knapp 800 Jahre alt ist und eine Unmenge an Sehenswürdigkeiten für einen Städtetrip bietet. Hansestadt, Backsteinarchitektur, mächtige Kirchen und Stadtmauern, Marktplätze, Giebelhäuser, unzählige Museen, der Ostseehafen ... Die Sehenswürdigkeiten von Warnemünde - einem Stadtteil von Rostock - liegen alle zentral in der Nähe des "Alten Stroms" und sind gut zu Fuß zu erreichen.

DGzRS Informationszentrum

Informationszentrum Mecklenburg-Vorpommern der DGzRS - Lebensrettung auf Nord- und Ostsee

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger verfügt heute über ein Rettungswesen, das zu den modernsten der Welt gehört. Finanziert wird der Seenotrettungsdienst ausschließlich über Spenden und Zuwendungen.

Interessierte können sich über die Arbeit der Seenotretter auf Nord- und Ostsee und die historische Entwicklung der Seenotrettung in der kleinen Ausstellung des Informationszentrums in Warnemünde einen spannenden Einblick verschaffen. Zu sehen sind u.a. alte Rettungsausrüstungen, Seenotkreuzer-Modelle und ein Fahrsimulator. In der Leseecke können BesucherInnen in interessanten Büchern über die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger blättern und lesen, und wer möchte, kann im Seenotretter-Shop etwas kaufen und somit die Arbeit der Seenotretter unterstützen. Außerdem werden regelmäßig Vorträge, Veranstaltungen und Gruppenführungen angeboten. Nur wenige Meter vom Informationszentrum entfernt ist der Seenotkreuzer "Arkona" stationiert. Besichtigungen lassen sich nach vorheriger Absprache mit einem Besuch des Informationszentrums verbinden.

Das Informationszentrum befindet sich im historischen Stephan-Jantzen-Haus. Es war das Haus des Lotsenkommandeurs Stephan Jantzen, der seit 1866 wesentlich die erste Rettungsstation der DGzRS an der mecklenburgischen Küste in Warnemünde mit aufgebaut hat. Er war Vormann der Station von 1867 bis 1903 und rettete in der Zeit mit seiner Freiwilligen-Mannschaft über 80 Menschen aus Seenot – auch unter Einsatz des eigenen Lebens. Ihm zu Ehren wurde 1990 ein Seenotkreuzer auf den Namen "Vormann Jantzen" getauft, der bis 2003 in Warnemünde stationiert war und heute als Reserveschiff auf wechselnden DGzRS-Stationen in der Ostsee im Einsatz ist.

Am 7. September 2018 hat das Informationszentrum eine weitere Attraktion bekommen. Das ehemalige Tochterboot "Adele" der außer Dienst gestellten "Vormann Steffens" (ehemals Station Hooksiel) hat nach 29 Jahren im Einsatz hier seinen letzten Liegeplatz „hoch und trocken“ an Land gefunden. Stilecht liegt es in gepflasterten, in bläuliches Licht getauchten Steinwellen. Funktionstüchtige Positionslaternen, Topplicht und Innenbeleuchtung machen "Adele" zum Blickfang auch in Dämmerung oder Dunkelheit. Ganz in der Nähe im Rostocker Hafen ist zudem die "Vormann Steffens" für die Berufsfeuerwehr Rostock, die den Seenotrettungskreuzer zum Feuerlöschboot umbauen ließ, weiterhin im Einsatz.

Rostock8Adele wird vor dem Informationszentrum feierlich eingeweiht. (Foto: Die Seenotretter / DGzRS, Frank Hormann)

Infos für BesucherInnen:

  • Wo: Informationszentrum Mecklenburg-Vorpommern, Am Leuchtturm 1 , 18119 Rostock (Warnemünde), Fon (0381) 51409, Email infozentrum-mv(at)seenotretter.de, Internet www.seenotretter.de
  • Wann: Mo - Do 8.00 - 17.00 Uhr, Fr 8.00 - 16.00 Uhr, Öffnungszeiten am Wochenende und Termine für Gruppenführungen bitte telefonisch erfragen
  • Wieviel: freier Eintritt

Blowboys

Shantys – maritimes Liedgut neu präsentiert von den Blowboys

Shantys gehören im traditionsbewussten Mecklenburg-Vorpommern neben Wellen, Wind und Meer zu jedem maritimen Event. Auf der Bühne stehen meistens als Seebären kostümierte ältere Herren, die mit kräftigen Stimmen zum Schifferklavier die Romantik der christlichen Seefahrt und die Sehnsucht nach exotischen Zielen in Liedern wie „De Hamborger Veermaster“, „My bonnie is over the ocean“, „Rolling home“, „What shall we do with a drunken sailor?“, „La Paloma“ oder „Aloa – he“ lebendig werden lassen. In Mecklenburg-Vorpommern sorgen rund ein Dutzend Chöre dafür, dass die Shanty-Traditionen nicht aussterben.

Shantys sind eigentlich Arbeitslieder und haben ursprünglich nichts zu tun mit Feiern und Frohsinn. Mit diesen Liedern wurden auf Handelsschiffen und Fischfängern alle körperlich harten und anspruchsvollen Arbeiten koordinativ unterstützt. Beim Anker hieven, Segel setzen, Rahen aufziehen, Netze einholen, Winden und Pumpen betätigen, Schiffe löschen und Schiffe beladen entstand ein gemeinsamer Rhythmus, der die Arbeit leichter werden ließ. Meistens wurde vom sogenannten Shantyman ein Solo vorgesungen, das die Mannschaft mit einem Kehrreim erwiderte und den Arbeitstakt vorgab.

Shantys gab es überall auf der Welt. So wurden sie von afroamerikanischen und karibischen Hafenarbeitern in den USA-Südstaaten oder auf schottischen Walfängern und skandinavischen Fischfangflotten gesungen. Die Seeleute brachten das maritime Liedgut aus den Heimatländern der Matrosen sowie aus den Häfen der angelaufenen Länder mit. Je nach Arbeit und Schiff entstanden unterschiedliche Shanty-Stile wie Capstan-Shanty (Ankerlichten), Halyard-Shanty (Setzen großer Segel), Short-drag-Shanty (Wechseln der Segelrichtung), Hand-over-hand-Shanty (Setzen kleiner Segel) oderDer Stamp-and-go-Shanty (Einsatz der kompletten Decksmannschaft zum Ziehen. Bei Shantys in geselliger Abendrunde ging es oft um das Tagesgeschehen sowie um Wehmut und Sehnsucht nach der Heimat.

Rostock4Die Blowboys (Foto: Foto Art ThoMar)

Die Shanty-Szene in Mecklenburg-Vorpommern wird seit Anfang 2015 von den „Blowboys“ aus Rostock bereichert. Zwölf junge Männer zwischen 25 und 35 Jahre singen von unendlichen Weiten, vom Leben auf dem Meer und von hübschen Mädchen, die ihr Herz in fernen Häfen gebrochen haben. Bei den Blowboys gibt es keine alten Seebären, keine langen Bärte und auch keine Matrosenkluft. Im Berufsleben sind sie Klavierbauer, Sozialpädagoge, Doktorand und Lehrer oder studieren an der Rostocker Hochschule für Musik und Theater.

Hier entstand auch eher zufällig die Idee zur Gründung eines Shanty-Chores. Als einer der zwölf für seine Akkordeon-Abschlussprüfung Verstärkung für einen Hamburger Shanty brauchte, bat er Kommilitonen vom Kammerchor um Hilfe. Die klassisch ausgebildeten Sänger sagten zu und waren fortan begeistert von den alten Seemannsliedern. Sie präsentieren nicht nur Shanty-Klassiker, sondern sie arrangieren und interpretieren sie zum Teil auch ganz neu. In Vergessenheit geratene Perlen maritimer Musik werden wieder ausgegraben und neu arrangiert. Die ursprünglich meist zweistimmigen Lieder sind in anspruchsvoller Vierstimmigkeit zu hören – mal a cappella, mal begleitet von Akkordeon oder Klavier.

Termine und weitere Informationen: www.blowboys.de

Rostocker Zoo

Der Rostocker Zoo - der größte Zoo an der deutschen Ostseeküste

Der im Jahr 1910 gegründete Rostocker Zoo ist der größte Zoo an der deutschen Ostseeküste und gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in Norddeutschland. In einer weitläufigen Parkanlage können die Besucher ca. 4000 Tiere in 380 verschiedenen Arten aus allen Erdteilen erleben - von kleinen Erdmännchen bis hin zu großen Gorillas. Spezialisiert ist er jedoch auf nordische Tierarten sowie Wassertiere. Im Sommer finden Veranstaltungen wie Schaufütterungen, die Zoo-Sommernacht, das große Zoofest für Kinder und die Klassiknacht im Zoo statt. An sogenannten Erfahrungsstationen und auf den Spielplätzen haben kleine und größere Besucher die Gelegenheit, sich auszuprobieren und auszutoben.

Die Zoobewohner leben in artgerecht gestalteten Anlagen, die eingebettet sind in die sehenswerte Parklandschaft mit einer Vielzahl botanischer Kostbarkeiten. Das Dahlienquartier, der denkmalgeschützte Rhododendronhain, exotische Pflanzen im Darwineum und die imposante Eichen-Allee zeigen u.a. die grüne Seite des Zoos.

Das Darwineum - 2012 eröffnet - ist eine spannende Naturerlebnis- und Wissenswelt, die auf 20.000 Quadratmetern Abenteuer, Umweltbildung und Wissenschaft zum Anfassen, Mitmachen und Mitdenken bietet. BesucherInnen bekommen in drei interaktiven Ausstellungsbereichen auf ganz besondere Art und Weise nähere Informationen zum Thema Evolution. Dabei liefert die einzigartige Kombination aus zoologischer und botanischer Anlage Antworten darauf, wie etwa das Licht der Tiefsee entsteht oder wann die nächste Eiszeit kommt. Das Herz des lebendigen Museums ist die 4.500 Quadratmeter große Tropenhalle, in der Gorillas und Orang-Utans in friedlicher Gesellschaft mit Brazzameerkatzen, Weißhandgibbons, Faultieren und Zebrafinken leben. Über Hochstände, Hängebrücken und geschlängelte Pfade kommt man den Tieren so nah, wie es in der Natur selten möglich ist. Eine 1.300 Quadratmeter große Rotunde führt eine Milliarde Jahre zu den Anfängen des Lebens zurück, dargestellt unter anderem anhand eines evolutionsgeschichtlichen Lehrpfades, der die Entwicklung vom Einzeller über Quallen, Schnecken, Säugetiere, Dinosauriern bis hin zum Menschen zeigt. Zudem gibt es hier ein Quallenaquarium sowie einen interaktiven Touch-Screen, auf dem der Ursprung des Lebens erkundet werden kann. Abgerundet wird die Anlage durch den dritten Ausstellungsbereich zur „Kulturellen Evolution des Menschen" sowie durch ein Kino, einen Shop und gastronomische Versorgung.

Rostock9Gorillamann Assumbo (Foto: Zoo Rostock / Joachim Kloock)

Ende September 2018 wurde im historischen Zooteil das Polarium eröffnet, einer modernen Bildungs- und Erlebniswelt. Einst stand hier die Bärenburg, mit der viele Rostocker Generationen seit den 1950er Jahren aufgewachsen sind. Nun sind in dem neuen Bereich bereits 200 Tiere eingezogen und nehmen BesucherInnen mit auf eine Reise vom Süd- zum Nordpol. Der Weg führt über die Pinguin-Anlage zum ersten Außengehege der Eisbären mit der historischen Einsicht von der Eichenallee und dem erhaltenen Storchenturm weiter ins Besucherzentrum und zum zweiten Außenrevier der Eisbären. Mit etwa 12.500 Quadratmetern Gesamtfläche umfasst das Gelände einerseits ein Freigehege mit Bruthöhlen sowie ein Wasserbecken mit Sichtscheiben für bis zu 36 Humboldt-Pinguine und deren Nachwuchs. Zum anderen gibt es eine weitläufige Tundra-Landschaft für drei erwachsene Eisbären und ihre Nachkommen. Zum Polarium gehört zudem ein Besucherinformationszentrum mit einer Eisbären-Ausstellung und den Meereswelten, einem abwechslungsreichen Aquaristikbereich, der einen Blick in die Unterwasserwelt der Ozeane erlaubt. In sechs Aquarien sind u.a. Drücker- und Feuerfische, Kraken, Anemonen, Seesterne, Hornhaie oder Muränen zu sehen.

Rostock10 Eisbärin Noria in der neuen Anlage (Foto: Zoo Rostock / Joachim Kloock)

Infos für BesucherInnen:

  • Wo: Zoologischer Garten Rostock gGmbH, Rennbahnallee 21, 18059 Rostock, Fon (0381) 2082-0, Email service(at)zoo-rostock.de, Internet www.zoo-rostock.de
  • Wann: Täglich 9.00 - 17.00 Uhr (März bis April), 9.00 - 18.00 Uhr (Mai bis August), 9.00 - 17.00 Uhr (September bis Oktober), 9.00 - 16.00 Uhr (November bis Februar)
  • Wieviel: Tageskarten - Kinder 10,00 Euro, Erwachsene 17,50 Euro, Erwachsene ermäßigt 13,50 Euro, Kinder ermäßigt 6,50 Euro, Familienkarte 52,00 Euro

Buchtipps für Rostock-Warnemünde: