Weisse Wiek Boltenhagen
Ferienresort auf der Halbinsel Tarnewitz mit Yachthafen, Restaurants, Badestrand ...
Sankt Anna Schären
Im Schärengarten von Östergötland
Langballigau
Idyllischer Ort an der Flensburger Förde mit Yachthafen, Badestrand, Wanderwegen ...
Bergs Slussar am Göta Kanal
Ausflugtipp - Schleusentreppen in Berg
Eckernförde
Charmantes Ostseebad an der Eckernförder Bucht ...
Mit dem Boot durch Schweden
Auf dem Göta Kanal von der schwedischen Westküste zur Ostküste
Fehmarnsundbrücke
Die Verbindung zur Insel Fehmarn ...
Schären bei Västervik
Mit dem Boot durch idyllische Landschaften
Grenaa
Hafenstadt am Kattegat auf der dänischen Halbinsel Djursland

Rügen entdecken und erleben - Attraktionen und Sehenswürdigkeiten

Unzählige Sehenswürdigkeiten und Ausflugsmöglichkeiten lassen den Urlaub auf Rügen nicht langweilig werden. Rasender Roland, Backsteingotik, Jagdschloss Granitz, Kap Arkona, Naturbühne Ralswiek, Mönchguter Museen, ehemaliges KdF-Bad Prora, Rügenpark ... die Liste ist lang.

Rügen / Granitz: Prora

Koloss von Rügen - das ehemalige KdF-Seebad der Nationalsozialisten

Das KdF-Seebad wird auch als „Koloss von Rügen“ bezeichnet. Die 4,5 Kilometer lange Anlage liegt an der Prorer Wiek und gehört zum Seebad Binz. In den Jahren zwischen 1936 und 1939 wurde die Anlage im Auftrag der „NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude“ erbaut und auch zum größten Teil vollendet. 20000 Menschen sollten hier Urlaub machen. Die Anlage steht für das Bemühen des nationalsozialistischen Regimes, die deutschen Arbeiter zu motivieren und für die Kriegs-, Lebensraum- und Rassenpolitik zu gewinnen. Zu Zeiten der DDR war Prora militärisches Sperrgebiet. Die Anlage steht seit 1992 unter Denkmalschutz.

2004 wurden die Blöcke I bis IV an private Investoren verkauft, die dort Hotels, Ferienwohnungen, Jugendherberge, Wellness- und Sportanlagen errichten. 2012 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, 2014 die ersten Wohnungen bezogen. Die touristische Erschliessung ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Zu den Einrichtungen und Attraktionen in Prora gehören u.a. das Naturschutzgebiet Schmale Heide mit den Feuersteinfeldern, das Naturerbe Zentrum Rügen mit Baumwipfelpfad, ein Waldseilgarten, die Galileo-Wissenswelt, das Eisenbahn- und Technikmuseum und das Dokumentationszentrum.

Das Dokumentationszentrum Prora befasst sich mit der Geschichte des „KdF-Seebades Rügen“ (KdF = Kraft durch Freude), das als größte bauliche Hinterlassenschaft des „Dritten Reiches“ bezeichnet wird. Zu sehen ist die Dauerausstellung MACHTurlaub, die die staatliche Organisation der Freizeit im Nationalsozialismus zum Inhalt hat. Weiterhin sind wechselnde Ausstellungen zu Themen aus Geschichte, Architektur, Kunst, Natur und Politik des Dritten Reiches zu sehen. Ergänzend zur Ausstellung werden historische Filme an Videostationen gezeigt, an Audiostationen sind Tondokumente von Interviews mit Zeitzeugen zu hören, und ein halbstündiger Begleitfilm zum „KdF-Seebad Prora“ kann im Kinoraum angesehen werden. Ebenso werden Führungen angeboten.

Ruegen17Prora vor der Sanierung (Foto: Luftaufnahmen Ostsee)

Ruegen16Sanierter Block V mit Jugendherberge (Foto: Kurverwaltung Binz)

Informationen für BesucherInnen:

  • Wo: Dokumentationszentrum Prora, Strandstraße 74 (früher Objektstraße), Block 3/ Querriegel, 18609 Prora
  • Wann: täglich 10.00 - 16.00 Uhr (Januar, November) :: täglich 10.00 - 17.00 Uhr (Februar) :: täglich 10.00 - 18.00 Uhr (März, April, September, Oktober) :: täglich 9.30 Uhr - 19.00 Uhr (Mai, Juni, Juli, August)
  • Wieviel: Erwachsene 6,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro, Kinder unter 13 Jahren freier Eintritt, Familienkarten und Gruppenpreise verfügbar
  • Wer: Kontakt über Fon (038393) 13991 und Email post(at)prora.eu sowie weitere Infos auf der Homepage www.proradok.de

(Stand: August 2018)

Südost-Rügen: Biosphärenreservat I

Exkursionen mit dem Ranger im Biosphärenreservat Südost-Rügen

Der Südosten der Ostsee-Insel Rügen gehört zum UNESCO-Netzwerk der Biosphärenreservate, zu denen weltweit 669 Modellregionen in 120 Ländern gehören (Stand: Juni 2017). In den Biosphärenreservaten steht der schonende Umgang des Menschen mit der Natur und der nachhaltigen Nutzung des Landes unter der Bewahrung der historischen Kulturlandschaften im Mittelpunkt. In der Natur finden wir Nehrungen, Halbinseln, Küstenvorsprünge - mal durch schmale Landbrücken miteinander verbunden, mal durch Bodden und Wieken voneinander getrennt – sowie Geschiebemergelkliffs, Kliffranddünen, Flach- und Steilküsten, Block- und Sandstrände, Salzwiesen und Niedermoore. Die Kulturlandschaft ist geprägt von Großsteingräbern aus der Jungsteinzeit, Hügelgräbern aus der Bronzezeit, slawischen Burgwällen oder alten Alleen, zum Teil mit kurvigen kopfsteingepflasterten Strassen. Bewaldete Hügelkuppen, die Wälder der Granitz oder das südliche Boddenufer gehören ebenso dazu wie idyllische Dörfer mit reetgedeckten Häusern, mittelalterlichen Kirchen und Obstgärten, die Residenzstadt Putbus oder die Insel Vilm.

Der Buchenwald der beschränkt zugänglichen Insel Vilm im Rügischen Bodden ist seit 400 Jahren nicht mehr bearbeitet worden, 30 Besucher dürfen im Rahmen von Führungen die Insel betreten. Von Lauterbach aus geht es mit dem Ausflugsschiff auf die Insel, auf der einst hochrangige Politiker der ehemaligen DDR den Urlaub verbracht haben. Informationen und Anmeldemöglichkeiten sind auf der Internetseite www.vilmexkursion.de zu finden.

Zu den beliebten Ausflügen in dieser Region gehören auch Wanderungen mit einem Ranger in die Zicker Berge auf der Halbinsel Mönchgut. Startpunkt für die 3- bis 4-stündige Wanderung ist die gotische Backsteinkirche von Groß Zicker. Sie wurde um 1360 erbaut und ist damit das älteste Gebäude auf dem Mönchgut. Die Halbinsel gehörte in der Zeit den Zisterzienser-Brüdern des Klosters Eldena bei Greifswald. Zunächst geht es durch das unter Denkmalschutz stehende Bauern- und Fischerdorf mit seinen niedrigen Häuser mit bunten Türen, Reetdächern und prächtigen Bauerngärten. Und schon geht es hinaus in die Natur, bis hinauf zum Gipfelkamm der sogenannten „Zickerschen Alpen“, von wo aus sich ein einzigartiger Panoramablick über Ostsee, Boddenlandschaft und die Wiesen der Hügelkette, die von Frühjahr bis Herbst mit Blumenteppichen überzogen wird. Seltene Gewächse wie Berg-Haarstrang, zwiebeltragender Zahnwurz. Klappertopf, Silbergras, Schwalbenwurz, Ochsenzunge oder Vogel-Nestwurz sind hier zu finden.

722098 web R K by Bernd Kasper pixelio.deBlühende Wiesen auf dem Mönchgut (Foto: Bernd Kasper / pixelio.de)

Von Mai bis Oktober finden immer mittwochs die kostenfreien Wanderungen des Biosphärenreservats Südost-Rügen statt. Infos zur Rangerwanderung in die Zicker Berge gibt es hier: www.biosphaerenreservat-suedostruegen.de

Rügen / Granitz: Museum Binz

Museum Ostseebad Binz im Besucherzentrum im Kleinbahnhof

Unter dem Motto „Wie Binz wurde, was es ist“ steht die kleine Ausstellung des Binz-Museums, das im Frühjahr 2017 nach dem Um- und Ausbau des Besucherzentrums im Binzer Kleinbahnhof eröffnete. Neben dem Museum befinden sich im historischen Bahnhofsgebäude auch Touristinformation, Bibliothek, Leseecke und Vortragsraum. Schwerpunktthemen der Ausstellung sind das Badewesen, das Leben der Fischer und Bauern, das Beherbergungswesen und das Leben der Einwohner zur Gründerzeit. Das Binz-Museum ist über das Besucherzentrum zu erreichen.

Gestaltet wurden die Museumsflächen von Mitgliedern des Fördervereins Museum Ostseebad Binz e.V., in dem sich derzeit 32 Personen engagieren. Sie sind alle ehrenamtlich tätig, mit dem Ziel, den Urlaubern die Geschichte des Ostseebades näher zu bringen. Bei steigenden Besucherzahlen ist die Zielsetzung von Förderverein und Kurverwaltung, die Ausstellung zu modernisieren und thematisch weiterzuentwickeln.

Ruegen11Ausstellungsraum des Binz-Museums (Foto: Kurverwaltung Binz / Christian Thiele)

Infos für BesucherInnen:

  • Wo: Museum im Besucherzentrum, Bahnhofstrasse 54, 18609 Ostseebad Binz
  • Wann: Mo – Fr 9.00 – 18.00 Uhr, Sa und So 9.00 – 17.00 Uhr (Februar bis Oktober) :: Mo – Fr 9.00 – 16.00 Uhr, Sa und So 9.00 – 16.00 Uhr (November bis Januar) :: Feiertage 9.00 – 16.00 Uhr (abweichende Zeiten möglich)
  • Wieviel: Der Eintritt ist frei.

Halbinsel Wittow: Audiowalk Kap Arkona

Die Sehenswürdigkeiten am Kap Arkona mit dem Audiowalk erleben

Wer am Kap Arkona unterwegs ist und mehr über die Geschichte des nördlichsten Punktes der Insel Rügen erfahren möchte, bekommt mit dem Audiowalk „Svantevits Spuren“ Gelegenheit, interessante Infos kostenfrei abzurufen, zum Beispiel zu diesen Themen: Wer ritt das „heilige“ Pferd? Wo sind Swantevits Schätze? Wer erstürmte den Tempelberg am Kap Arkona vor 850 Jahren?

Die Künstler „die TONabnehmer“ sind der Geschichte für einen spannenden Erlebnisweg auf den Grund gegangen und erzählen in sieben Audiobeiträgen mit Liedern und kleinen Hörspielszenen von dem westslawischen Volk und seinen Mythen und Bräuchen. U.a. wirkte auch der auf Rügen beliebte und bekannte Störtebeker-Mime Sascha Gluth als Sprecher mit.

Informationen für BesucherInnen:

  • Sie gehen einfach mit dem Mobiltelefon auf die Internetseite www.kap-arkona.de/audiowalk.html, wo Sie mit einem Klick auf die jeweilige Station in die Geschichten reinhören können.

Rügen / Granitz: Ulrich Müther

Ulrich Müther - Landbaumeister von Rügen

Prominenter Binzer Bürger war der Landbaumeister Ulrich Müther, der von 1934 bis 2007 lebte. Er war Ingenieur und Bauunternehmer. Bekannt wurde er als bedeutender DDR-Vertreter der Moderne im Bereich Architektur. Er hat mehr als 50 spektakuläre Schalenbauten in einem besonderen Betonspritzverfahren errichtet, die überwiegend in der DDR, aber auch in der BRD, in Libyen, Jordanien, Polen, Finnland, auf Kuba und in Jordanien zu finden sind. Zu den bekanntesten Bauwerken in Mecklenburg-Vorpommern zählen unter anderem der Teepott in Warnemünde, die Ostseeperle in Glowe, die Kurmuschel von Sassnitz, das Inselparadies in Baabe und der Rettungsturm von Binz. Weitere Bauten sind u.a. die Raumflug-Planetarien in Wolfsburg, Tripolis (Libyen) und Helsinki (Finnland), die Rennschlitten- und Bobbahnen in Altenberg und Oberhof, die Stadthalle Neubrandenburg, das Ruderzentrum in Dresden, das Restaurant „Seerose“ in Potsdam oder die katholischen Kirchen in Rostock und Neubrandenburg.

Der Rettungsturm von Binz ist beliebtes Fotomotiv. Das filigrane Bauwerk wirkt futuristisch und sieht aus wie ein in den Dünen gelandetes Ufo. 1981 wurde es von Ulrich Müthers DDR-Spezialbetonbaufirma errichtet. Der einstige Rettungsturm ist Außenstelle des Binzer Standesamtes. Mit Mitteln der Wüstenrot-Stiftung wurde der Turm 2018 aufwändig saniert. Unweit vom Rettungsturm befindet sich ein kleiner Platz an der Strandpromenade. Seit 2015 trägt er auf Initiative des Fördervereins „Museum Ostseebad Binz“ offiziell den Namen „Ulrich-Müther-Platz“.

Rettungsturm Alke KroppDer einstige Rettungsturm in Binz (Foto: Kurverwaltung Ostseebad Binz / Alke Kropp)

Übrigens: Studenten der Hochschule Wismar haben sich im Wintersemester mit Ulrich Müther und mit Ideen zur Neugestaltung des Müther-Platzes im Ostseebad Binz beschäftigt. Am 31. Januar 2018 haben die sechs Arbeitsgruppen in der Hochschule Wismar ihre detailliert ausgearbeiteten Konzepte, Pläne und Modelle zur Umgestaltung vorgerstellt. Die Studenten aus Deutschland, Mexico, China, Bangladesch und der Slowakei haben dazu ganz unterschiedliche Visionen entwickelt, deren beste zukünftig realisiert werden soll. 

Informationen für BesucherInnen:

  • Wo: Strandpromenade, Strandzugang 6, 18609 Binz
  • Wer: mehr Infos bei der KV Ostseebad Binz im Internet unter Trauorte

Südost-Rügen: Biosphärenreservat II

Naturführungen mit René Geyer im Biosphärenreservat Südost-Rügen

Im Südosten der Insel Rügen liegt das Biosphärenreservat Südost-Rügen. Es umfasst die Regionen Granitz und Mönchgut, die Boddengewässer zwischen Putbus und Thiessow, die Insel Vilm sowie die Ostseeküste zwischen Binz und Thiessow. Seit 1990 schützt das Reservat ein Gebiet, in dem alle Landschafts- und Küstenformen des Küstenraums Mecklenburg-Vorpommerns auf kleinstem Raum und seltene Zeugnisse menschlicher Kultur zu finden sind: Salzwiesen, sanfte Hügel und Hünengräber sind hier zu entdecken.

BesucherInnen können von April bis September bei Führungen mit René Geyer die Besonderheiten der Natur- und Kulturlandschaft des Reservats kennenlernen. Der Naturführer bietet in einem der stilleren Winkel Rügens unterschiedliche Führungen. So können Gäste bei Wild- und Heilkräuterführungen in den Zickerschen Bergen mehr über die Verwendung von Pflanzen in Küche und Naturheilkunde oder bei einer Hünen- und Hügelgräberführung Wissenswertes über die Bronze- und Jungsteinzeit erfahren.

Ruegen2René Geyer führt durch das Biosphärenreservat Südost-Rügen. (Foto: René Geyer)

Informationen für BesucherInnen:

Die Führungen dauern etwa zweieinhalb Stunden und werden mehrmals wöchentlich angeboten, eine Voranmeldung ist nicht nötig. Termine und Treffpunkte zu den Naturführungen finden Interessierte auf der Internetseite von René Geyer unter www.naturgeyer.de.

Buchtipps für Rügen: